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Globo Uovo – ein Projekt im Zeichen der Nachhaltigkeit

Das Projekt Globo Uovo gibt einen Einblick in die Welt des Künstlers Marc Reist, der mit einer Skulptur über Konsum und Nahrung auf unserem Planeten nachdenkt. Ein Gespräch mit dem Schaffer des Globo Uovo.

Marc Reist, was ist das Globo Uovo?

Globo Uovo, das globale Ei, ist eine Skulptur, überlebensgross und aus Marmor. Mit Globo Uovo wird die Erde zum Ei geformt, die Längen- und Breitengrade unseres Planeten werden mit der netzförmigen Struktur des Eis aufgenommen, die einzelnen Linien sind um 23.5 Grad schräg gestellt, um die Neigung der Erdachse.

Ein sehr konzeptreiches und tiefgründiges Projekt. Was steckt dahinter?

Das Globo Uovo soll die Verbindung von Erde und Mensch aufzeigen, die Erde ernährt den Menschen. Ich will mit dieser Skulptur deutlich machen, dass bezüglich Nahrung und Konsum auf unserem Planeten vieles nicht mehr richtig ist. Es ist ein Denkanstoss. Wo kommt unser tägliches Essen her? Wie wurde es produziert? Das Ei steht nicht nur für Nahrung, es ist auch der Ursprung unseres Lebens. Gleichzeitig ist es ein sehr zerbrechliches Objekt.

Ein Projekt gegen Foodwaste?

Ein Projekt, das die Mitmenschen für nachhaltigen Konsum sensibilisieren soll. Ich setze die Wirkung dieser Skulptur gegen die momentanen Zustände, welche ich beobachte und mir den Appetit nehmen. Die heutige Landwirtschaft könnte laut dem FAO Welternährungsbericht problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren, mehr als auf der Erde leben. Aber es sterben Menschen an Hunger. Wir werfen ca. 30 – 40 Prozent unserer Nahrung weg. Ihre Wertschätzung hat massiv eingebüsst. Dem möchte ich entgegenwirken.

Das Globo Uovo entsteht in mehrjähriger Arbeit, im Winter 2016/2017 soll es fertig gestellt sein. Was ist die grösste Herausforderung?

Das Werk entsteht aus einem Marmorblock von 55 Tonnen. Eine aussergewöhnliche Dimension. Aus Marmor deswegen, weil dieser wie Eierschalen auch, aus Kalk besteht. Ausserdem ist das Globo Uovo hohl, um durch die Ausschnitte ins Innere zu kommen, musste ich daher ganze 12 Kilogramm abnehmen.

Ein beeindruckendes Projekt mit wertvoller Botschaft. Danke, Marc Reist.

Interview: KonoConcept Gmbh 2504 Biel. September 2015

 

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